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Torge Braemer M.A.

Francisco Tárrega Eixea: Buch Neuerscheinung!
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Sehr geehrter Herr Tárrega! Tárrega Biografie Tárrega Literatur Gitarre und Spanien
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Sehr geehrter Herr Tárrega! - Erinnerungen an die Familie



Francisco Tárrega: Ich bin gar nicht so ernst wie ich aussehe.
DIE KONZERTGITARRE IN SPANIEN

Gitarristen horchen auf, wenn sie den Namen Francisco Tárrega hören. Der in der spanischen Gitarrenwelt omnipräsente Musiker des 19. Jahrhunderts wirkt mit seinen Werken bis heute auf das Geschehen in Konzertsälen, Musikschulen und Musikzimmern ein. Aber nicht nur in der Musikpraxis ist der Gefolgsmann von Chopin und Schubert noch immer gegenwärtig. Einige Takte seines „Gran Vals“ zum Beispiel schallen rund um die Welt als Standardklingelton der Nokia Handys!

Vielen seiner Familienangehörigen hat Tárrega kleine romantische Stücke gewidmet: Mit dem populären „Tango María" bekundet der Komponist beispielsweise die Liebe zu seiner Frau. Die faszinierende Mazurka „Marieta" ist ein Andenken an die kunstbegabte Tochter María Rosalía und das Präludum „Lágrima“ eine elegische Ode an die früh verstorbene Tochter Concepción .

Die gemeinsamen Erlebnisse des Komponisten und der Widmungsträger werden hier in Form von überlieferten Anekdoten, persönlichen Dokumenten und anhand neuer Informationen aus der Kulturgeschichte Spaniens in unterhaltsamer und verständlicher Weise nacherzählt.



Zur Entstehung des Buches:

Das Buch entstand innerhalb von zwei Jahren. Die Idee dazu stammte aber schon aus Unterrichtserlebnissen meiner Studienzeit. Im Gitarrenunterricht in Oldenburg, Palencia und Barcelona behandelten wir die wichtigsten Werke der erfolgreichen Komponisten aller Epochen. Wir analysierten die Harmonien und Formen der Werke und arbeiteten an Fingersätzen und musikalischer Ausführung. Bezüglich der Komponisten aus der Romantik offenbarte sich eine Besonderheit: Die Art der epochenspezifischen Symbolschrift hatte sich verändert. Es wurden nun nicht nur Noten geschrieben und Angaben zum richtigen musikalischen Vortrag gemacht, sondern es wurden auch poetische Ergänzungen hinzugefügt. Besonders auffällig wurde das bei Francisco Tárrega . Neben den Titeln seiner Kompositionen schrieb er stimmungsvolle Widmungen wie: "Für meinen vertrauten Freund Herrn Armengot !" oder "Für meinen Vater! - Ehrwürdiges Präludium" oder "Spielzeug für meinen kleinen Sohn Paquito !".

Ähnliche dichterischen Ansätze sind Anfang des 19. Jahrhunderts ebenfalls bei Fernando Sor in einigen Titeln seiner Stücke zu finden, wie beispielsweise in der Fantasie N° 6 (opus 21) "Der  Abschied". Im 20. Jahrhundert wurde der Gitarrist und Komponist Sainz de la Maza mit seiner Vertonung von "Platero und ich" rein programmatisch. Tárrega hingegen schrieb keine Programmmusik, sondern äußerte impulsiv seine Emotionen gegenüber den genannten Personen. Die Titel und die Widmungen dienten der Anerkennung der Freundschaft oder als kleine Geschenke der  Dankbarkeit. Francisco Tárrega war nicht nur Mensch oder nur Musiker, sondern er vereinigte Persönlickeiten und das gitarristische Werk zu einer "humanen Musik", die keine künstlerische Vollkommenheit anstrebte. Vielmehr sollten kleine alltägliche, weltliche Dinge zu Bedeutung kommen.

Insofern scheint es für den Genuss dieser Musik Tárregas - nicht alle seine Kompositionen und Bearbeitungen haben solchen populären Charakter - wichtig zu sein, sich nicht nur mit der Notenschrift zu befassen, sondern ebenfalls mit den Schicksalen der genannten Personen. Der "Tango María" wird für den Hörer und den Interpreten verständlich, wenn er weiß, wer María eigentlich ist und in welcher Beziehung sie zu dem Gitarristen gestanden hat. Die "Polka Pepita" wird irdisch, wenn wir wissen, wen Tárrega mit seiner "Pepita" meint. Leider konnte mir in meinem Gitarrenunterricht keiner meiner Lehrer weiterhelfen. Meine Fragen wurden immer nur abgetan: "Das sei bestimmt nur irgendein Schüler oder irgendeine Schülerin..."

Die Recherche für dieses Buch war schwierig. Die Angaben in den Literaturlisten sind  kaum nachzuvollziehen, denn die Archive besitzen häufig nicht die angegebenen Dokumente. Trotzdem habe ich trotz vieler Rückschläge insgesamt gute Erfahrungen im Ausland gemacht, vor allem das stets kundgetane Interesse am Detail verschaffte letztendlich die ersehnten Abbildungen und Manuskripte. Ich habe mir keine Informationen aus den Fingern gesogen, sondern habe versucht, gewissenhaft Zitate zu sammeln und zu ordnen, nicht nur aus der Biografie Pujols , sondern ebenfalls aus zahlreichen Artikeln, Briefen und einem Tagebuch. Die Suche nach Texten über Tárrega ist aufwendig, denn Monografien über Gitarristen gibt es fast nur auf Spanisch und nicht alle Manuskripte sind veröffentlicht worden. Es ist deswegen keine lückenlose chronologische Darstellung der Lebensläufe der behandelten Personen möglich. Beabsichtigt ist eine Art „gestische Literatur“, die die herausragendsten gemeinsamen Erlebnisse des Protagonisten und der Widmungsträger in den Blick fasst.

Ich hoffe mit dieser Arbeit allen Interessierten die Möglichkeit gegeben zu haben, sich über die von Tárrega erwähnten Familienmitglieder und deren Schicksale zu informieren und vielleicht den einen oder anderen Interpreten dazu angeregt zu haben, seinen musikalischen Vortrag neu zu überdenken.

Die Zitate habe ich übersetzt, weil ich aus Erfahrung weiß, dass man Sprachen leicht vergisst, wenn man sie nicht täglich benutzt und ich hoffe den Lesern damit entgegen zu kommen. Die Übersetzungen sowie spanischen Namen sind durch Kursivschrift hervorgehoben.


Hier ermögliche ich einige Einblicke in das Buch und stelle die behandelten Personen und die Ihnen gewidmete Musik vor.

Viel Vergnügen beim Lesen!




Die Ehefrau: María Josefa Tárrega Rizo

“Tango Español sobre motivos populares”

María lernt ihren zukünftigen Ehemann im Winter 1880/81 kennen. Tárrega vertritt zu der Zeit den Gitarristen Luis de Soria in einem Konzert in Novelda . Pujol schildert die Begegnung des jungen Paares, das sich offensichtlich auf Anhieb sehr sympathisch ist:

“Zwischen den Anwesenden des Konzertes und auf einem Platz in den ersten Reihen fiel Tárrega besonders eine junge, sehr erfreute junge Frau auf, die mit brennendem Interesse die kleinsten Details des Konzertes verfolgte und, warum sollte man es nicht sagen, des Interpreten. Er wollte sie unbedingt kennenlernen.”

Marías und Pacos Schicksal entfaltet sich mit der Liebe zur Gitarrenmusik. Bei ihrem ersten Treffen im Elternhaus spielen sich die beiden gegenseitig Tangos und Walzer vor. Ein Manuskript des “Tango María” entstand Jahre später 1894 in Nizza. Die Hochzeit findet bescheiden, ohne Luxus und im engsten Kreis am 29. Dezember statt. In der Ehe trägt María als pragmatische Managerin entscheidend dazu bei, dass das Projekt Musikerfamilie funktioniert.


Die Tochter: María Rosalia Tárrega Rizo

"Marieta! Mazurka para guitarra"

Mit der Mazurka “Marieta!” spricht Tárrega seine Tochter María Rosalia an. Gewidmet hat er das Stück aber seinem Freund Herrn Gisbert .

Die Einheit von Natur und Geist kennzeichnet immer schon das Miteinander in der Familie Tárrega . Konkret sichtbar wird dieses romantische Motiv ebenfalls an der genussvoll ausgelebten Beziehung zu einem kleinen Spatz, den Marieta eines Tages auf dem Balkon des Hauses findet und fürsorglich zusammen mit ihrem Vater gesund pflegt. Pujol berichtet anektdotenhaft über dieses Ereignis:

"Gegen die Fensterscheibe der Tür zwischen der Terasse und dem Esszimmer, wo der Maestro ruhte, hörte man den stumpfen Aufprall eines seltsamen Körpers. Die Tochter Marieta ging verwundert nach draußn, öffnete die Tür und entdeckte auf dem Boden ein Spätzchen, das durch die Gewalt des Aufschlags ohnmächtig geworden war. Von ihren weichen Händen aufgehoben und liebkost, erholte sich das Vögelchen. Doch das Tier forderte mehr als nur Streicheleinheiten."



Die Tochter: Concepción Tárrega Rizo

"La Lágrima“

Das Stück “La lágrima” (“Die Träne”) ist eine romantische Impression der Trauer um den Tod der dritten Tochter Concepción . Der Journalist Nieves Rueda bemerkt 1937 in einer Sendung des Senders “Radio Castellón” in einem sehr poetischen und patriotischen Stil:

“Die Träne eines Künstlers ist das Extrakt von etwas Unberührbarem, einer nicht gelebten Illusion, eines nicht erreichten Wunsches.”


Tárrega trägt immer eine Mappe mit einem Kamm und einer Nagelpfeile und einigen Erinnerungsstücken bei sich. Darunter eine kastanienbraune Haarsträhne seiner Tochter Conchita und ein Foto mit ihr und Freunden. Nach diesem schweren Schicksalsschlag legt er außerdem eine getrocknete Blume vom Tag der Beerdigung und ein Kalenderblatt vom letzten Tag des Jahres, Donnerstag, den 31. Dezember 1891 hinzu. Es ist Neumond. Der trauernde Vater notiert niedergeschlagen auf der anderen Seite des Papiers:

„Dieses Jahr endete am 22. Dezember infaust mit dem Verlust meiner Tochter, der ich immer nachtrauern werde. Möge Gott uns im jetzt beginnenden Jahr 1892 glücklichere Tage schenken. Um 12 Uhr nachts ´91. Tárrega”

Der Vater macht keine Angaben hinsichtlich der Art der Krankheit und sucht auch nicht die Schuld des Todes bei anderen. Er bedauert seine Ohnmacht aufgrund seiner Abwesenheit. Untröstlich und todtraurig bekennt er sich zu seinem Glauben an ein ewiges Leben.

Er schreibt weiter:  „Adios, Tochter unseres Lebens, bis dann!“





Im Buch wird außerdem ausführlich auf folgende Familienmitglieder und Stücke eingegangen:


Der Vater Francisco Tárrega Tirado : "A mi padre – Preludio patético“

Die Gitarre steht im Elternhaus im Mittelpunkt der Kontakte zwischen Nachbarn und Freunden. Der beliebte Vater stirbt 1885 an Cholera. Zehn Jahre später ehrt ihn sein Sohn mit der Widmung seines vierten Präludiums.


Der Patenonkel Miguel Armengot : "A mi entraöable amigo Miguel Armengot“

Vom Präludium Nº 4 existieren drei Manuskripte. Eines wird 1902 vom Verlag Antich y Tena in Valencia mit der Widmung “Preludio Nº 4 - A mi entrañable amigo el Dr. D. Miguel Armengot” veröffentlicht.


Die Tochter María Josefa de los Angeles : "Pepita - Polka“

Pepita ist die Verniedlichungsform von Josefa . Die "Polka Pepita" erinnert mit ihrem Titel an Tárregas Lieblingsschülerin Josefa Robledo aber auch an seine erste Tochter María Josefa de los Angeles . Sie stirbt 1882 im Säuglingsalter.


Der Sohn Francisco Tárrega Rizo : "Alborada – Juguete dedicado a mi hijito Paco“

Am 21. Juli 1891 unterschreibt Tárrega in Valencia das Manuskript “La Alborada – Juguete dedicado a mi hijito Paco Tárrega” . Der junge Vater hat mit dieser Musik seinen Sohn zum Aufstehen bewegt.


Die Patentante Rosalia Bitz : „Las dos hermanitas“

Frau Bitz ist eine Dame aus hohen französisch gesellschaftlichen Schichten und besitzt bedeutende Güter in Barcelona . Sie übernimmt mit ihrem Mann Herrn Gonzalvo die Patenschaft der Tochter Marieta .

 



Sehr geehrter Herr Tárrega!

Erinnerungen an die Familie

Books on Demand
ISBN 978-3-8370-5966-3, Paperback, 136 Seiten, 12 Abbildungen

€ 19 95 *inkl. MwSt. BoD - Einfach veröffentlichen.



1. Auflage 9. Januar 2009            ( ...it´s romantic :- ) 
2. Auflage 24. September 2009   ( ...the better one ;o )




Ich würde mich über Leserstimmen freuen. Rezensionsexemplare können gratis
bei mir oder beim Verlag angefordert werden.


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Sehr geehrter Herr Tárrega!



Francisco Tárrega, Inhalt Francisco Tárrega, S. 6 Francisco Tárrega, S. 7
Francisco Tárrega, S. 8 Francisco Tárrega, S. 9 Francisco Tárrega, S. 10
Francisco Tárrega, S. 12 Francisco Tárrega, S.13 Francisco Tárrega, S. 31
Francisco Tárrega, S.39 Francisco Tárrega, S. 40 Francisco Tárrega, S. 62
Francisco Tárrega, S. 98 Francisco Tárrega, S. 99 Francisco Tárrega, S. 124
Francisco Tárrega, S. 125 Francisco Tárrega, S. 126 Francisco Tárrega, S. 127
Francisco Tárrega, S. 129 Francisco Tárrega, S. 130 Francisco Tárrega, S. 131
Francisco Tárrega, S. 132 Francisco Tárrega, S. 133 Francisco Tárrega, S. 135