Torge Braemer

Musikpädagoge   M.A.
und Gitarrist
Klangmuseum
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Tonkonserven aus Barcelona
Eingang: "Info - Klänge" Raum 3:  "El ultimo 2000" 
Raum 1: "Ramblas" Raum 4: "Correfoc"
Raum 2: "Mittelmeer" Ausgang: "Info - Schallökologie"
Literatur

Beleuchtete Burg mit Wolken in Gelida




Klänge

"Viele Klänge sind ganz verschwunden. Für die Menschen waren sie wie Anker, die sich mit ihrer Biographie verknüpfen: das Singen bestimmter Vogelarten, die Klingel eines Eismanns, das Geräusch einer handbetriebenen Schleifmaschine, die Holzrolladen, die Rufe der Straßenverkäufer. Museen für diese verlorenen Kulturen unserer Vergangenheit gibt es nicht. Neue Klänge für die Zukunft entstehen, aber selten sind sie bewusst für die Wahrnehmung über die pure Schallqualität hinaus sozial verträglich und ästhetisch  gestaltet."

So beschreibt Hans U. Werner die Situation von sich wandelnden Klanglandschaften und ihren Auswirkungen auf die Menschen (Hans U. Werner: Klang Wege 1995, S.8).

Die akustische Umwelt verändert sich stetig. Viele Naturklänge und viele Industrieklänge sterben aus. Einige Museen versuchen historische Umweltklänge zu neuem Leben zu erwecken. So kann man sich zum Beispiel im Lübecker Holstentormuseum mit Hilfe einer nachgespielten Klangkulisse in das mittelalterliche Geschehen eines Fernhandelsmarkt hineinhören.

Mit dem Wandel der Städte entstehen neue Klänge, aber es verschwinden auch viele. Technische Erneuerungen mit ihren typischen Klangeigenschaften oder auch die Zerstörung unserer Natur ändern unsere akustische Umwelt stetig.

Nicht alle Veränderungen sind negativ. Bis vor kurzem ließen sich Millionen Menschen mit der alten U- Bahn in Barcelona zur Arbeit, zu Freunden oder zum Einkaufen befördern. Umgeben von der typischen Geräuschkulisse: das Rollen der Räder, das Zischen der Stromleitungen, das Schließen und Öffnen der Türen und das laute Motorengeräusch.  Geräusche, die für die Fahrgäste zu Ankern ihrer Biographie geworden sind. Die neuen Züge der Metro sind wegen der Nutzung neuer Möglichkeiten der Geräuschreduktion.leiser und damit angenehmer geworden und werden von den Fahrgästen vor allem deswegen sehr gern angenommen. 

Aber bald wird die letzte alte U-Bahn von den Schienen genommen. Damit verschwindet dann auch die altvertraute akustische Umwelt vieler Metrobenutzer.

Diese Klangkonserve, mit Hilfe eines analogen Aufnahmegerätes erstellt und hier zu den anderen Tonkonserven in das Klangmuseum gestellt, wird damit, wie die anderen auch, zu einem historischen  Klangdokument.


Skizze einer Schallkarte von Barcelona Skizze einer "Schallkarte" von Barcelona


Zum Eingang:

Raum 1: "Ramblas"

Tanzender Papagei Die Vogelkäfige auf den Ramblas werden abgeschafft.

Vögel

Raum 2: "Mittelmeer"

MittelmeerMittelmeer Bauarbeiten am Strand in Barcelona         




Raum 3:  "El ultimo 2000" 

Mapa de Barcelona (Horta - Nou Barriis)
Auslaufendes U- Bahnmodel: "El ultimo 2000" 
"Mit der letzten U-Bahn nach Hause"

Die letzte "Metro" von "Maragall" bis "Llucmajor" nach dem Stadtteilfest in "Gracia" im August 2006.


Raum 4:"Correfoc"


correfoc







Literatur:
 
Arnica-Verena Langenmaier (Hrsg.): Der Klang der Dinge, 1993.
Winkler, Justin (Hrsg.): KlangWege (mit CD), Kassel und Basel 1995.

Interessante Links:
"Akustik – eine Aufgabe des Design"  Design Zentrum München

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